© Inga Ciumac

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Letztens fragte mich ein Formular, "Warum?" Ich antwortete:

Mutter: Arzthelferin, Vater: Telefonverkäufer. Mit 17 Jahren zahle ich von meinem Taschengeld ein taz-Abo. Es eröffnet mir eine andere Welt. In meinem Jugendzimmer in einem Dorf bei Helmstedt lese ich Texte aus Istanbul oder Moskau. Mit 19 Jahren bin ich der erste Student der Familie. Ein paar Proseminare später verbringe ich drei Tage mit LKW-Fahrern, ich schreibe darüber. Ich gehe an Orte, die fern des Jugendzimmers sind. Ich denke häufig nach: Was ist eine gute Geschichte und wie kann ich sie denen erzählen, die ihr Jugendzimmer oder die Provinz noch nicht verlassen haben?

Meinen Rucksack packte ich zuletzt und ging raus für den SpiegelZeit Online und das Magazin Nouă. Vorher habe ich unter anderem für den Tagesspiegel, den Stern und den Freitag geschrieben. Zwischenzeitlich hab ich mal darüber nachgedacht, wie es wäre, wenn das mit dem Geschichten erzählen nicht klappt. Daraus ist ein Magazin geworden – über das Scheitern